Anne Rohrbach

„Erinnerung ist kein Blick durch ein geschlossenes Fenster in die Vergangenheit, sondern ein lebendiger Prozess in der Gegenwart.
Sie prägt,
wie wir heute sprechen, handeln
und einander begegnen.
Wir brauchen mehr Mut und Freude, Zukunft gemeinsam zu träumen, zu denken und zu gestalten. Zukunft kann Heimat für uns alle sein.“
Anne Rohrbach (Dr.*in phil.) ist Gründerin und Geschäftsführerin der Erinnerte Zukunft gUG.

Als promovierte Religions- und Kulturwissenschaftlerin arbeitet sie an den Schnittstellen von Erinnerungskultur(en), gesellschaftlicher Transformation und politischer Bildung.
Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Israel-Palästina-Komplex, in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus sowie in postkolonialen und transkulturellen Studien. Dabei verbindet sie wissenschaftliche Analyse mit praxisnahen, dialogorientierten Bildungsformaten.
Als zertifizierte interkulturelle Trainerin mit Zusatzqualifikation in interkultureller Mediation und Erfahrung als Online-Trainerin gestaltet sie diskriminierungssensible Begegnungsräume, die Verständigung, Perspektivwechsel und Teilhabe ermöglichen.
Derzeit leitet sie zudem das Bildungsprojekt „Reisen ins Verstehen. Mit VR-Brillen nach Israel und Palästina“ bei der Gesellschaft im Wandel gGmbH.
Außerdem ist sie als Guide am Denkort Denkort Bunker Valentin tätig und engagiert sich ehrenamtlich in der Hospizbegleitung.
Anne Kauhanen

„Teilhabe wird dort möglich, wo Begegnung, Diversität und Auseinandersetzung Raum finden. Politische und kulturelle Bildung verstehen sich als Praxis, in der diese Räume eröffnet und gestaltet werden.“

Anne Kauhanen ist Mitgestalterin der Erinnerte Zukunft gUG und arbeitet an der Schnittstelle von kultureller Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und politischer Bildungsarbeit.
Sie hat Religions- und Kulturwissenschaften sowie Transkulturelle Studien studiert und schließt derzeit ihre Promotion ab, in der sie sich mit Erinnerung, Alltagsleben und dem Aushandeln von Koexistenz in der geteilten Stadt Mitrovica (Kosovo) beschäftigt.
In ihrer Arbeit entwickelt sie partizipative Bildungsformate, die insbesondere junge Menschen dazu einladen, sich mit Fragen von Identität, Zugehörigkeit, Zusammenleben und Zukunft auseinanderzusetzen. Dabei nutzt sie kreative Methoden als Zugänge, um Perspektivwechsel zu ermöglichen und komplexe gesellschaftliche Themen erfahrbar zu machen.
Anne Kauhanen verfügt über langjährige Erfahrung in der Konzeption, Organisation und Durchführung von Projekten und verbindet dabei pädagogische Ansätze mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen.
Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist es, Räume zu gestalten, in denen
unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und in einen respektvollen Austausch treten können.
Ihre Haltung ist geprägt von der Überzeugung, dass kulturelle Bildung Räume eröffnen kann, in denen Selbstwirksamkeit erfahrbar wird und neue Formen des Miteinanders entstehen.